Straf-Buch der Schiffer-Gemeinde Laufen. Laufen an der Salzach, 1838-1856.

Pappband der Zeit [ca. 34,5 x 23 cm] mit 2 Schließbändern und handschriftlichem Titelschild. Handschrift in schwarzer Tinte. ca. 75 unnum. Bl. (Seiten 1-17 paginiert).

Original unveröffentliches Manuskript mit 47 meist mehrseitigen Protokollen über Vergehen und Bestrafungen innerhalb der Schifffahrtsgilde von Laufen an der Salzach. Einzigartiges Dokument zur Sozialgeschichte der Salzach-Schifffahrt. Die Handschrift enthält detaillierte Protokolle über Disziplinarverstöße, Beleidigungen und Ungehorsam innerhalb der Schiffergemeinde Laufen. Die Einträge beginnen mit „Protocoll No. 1“, aufgenommen am 17. Mai 1838, worin sich Leopold Bernegger über Rupert Gugg beschwert, der ihn „auf eine sehr grobe Art beschimpft“ habe. Ein weiterer Eintrag vom 10. Juli 1844 betrifft Thomas Roos, der wegen ungebührlichen Verhaltens bei der Durchfahrt durch die Brücke in Salzburg protokolliert wurde. Die Strafen bestanden oft in Geldbußen (z.B. 1 Gulden), die teils der Armenkasse oder der Gemeinde zugutekamen. Die Protokolle sind von den jeweiligen Vorstehern und Zeugen eigenhändig unterzeichnet, darunter Namen wie Rupert Gugg, Matthias Staudt und Franz Bernegger.

Das Dokument gibt tiefen Einblick in die internen Regeln, die Hierarchie und die Rechtsprechung einer der bedeutendsten Schiffergilden der Region, die durch den Salztransport zu großem Wohlstand gelangte, bevor die Eisenbahn das Ende dieser Ära einläutete.

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