Kluska, Johann (1904–1973) – Kreuzabnahme Christi, um 1940.
Öl auf Platte; gerahmt. Am unteren linken Rand signiert „Joh. Kluska“. Rahmen-Außenmaß: ca. 129 x 50 cm; Bild-Maße: ca. 124 x 45 cm.
Die Darstellung zeigt den Moment der Kreuzabnahme in einer dramatischen, vertikal betonten Komposition. Im Zentrum steht der hinfällige, muskulöse Leichnam Christi, der von einer dunkel gekleideten, vermummten Gestalt – vermutlich Joseph von Arimathäa oder Nikodemus – gestützt wird. Der Körper Jesu ist in fahlem Inkarnat mit deutlichen Spuren der Passion (Seitenwunde, Wundmale an Händen und Füßen) wiedergegeben. Im Vordergrund am Boden liegen die Leidenswerkzeuge (Arma Christi): die Dornenkrone, eine Zange, ein Hammer sowie Nägel und eine Schale mit einem Schwamm. — Johann Kluska, ein Vertreter der sogenannten „Verschollenen Generation“, studierte an der Berliner Akademie bei Max Koch und Philipp Franck. Sein Stil verbindet Elemente der Neuen Sachlichkeit mit einem expressiven Realismus. Besonders bekannt wurde er für seine monumentalen Akte und religiös-mystischen Themen, darunter ein umfangreicher Zyklus zu Dantes Göttlicher Komödie.
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