Fidus (Hugo Reinhold Karl Johann Höppener) – Tänze. Mappe I.
Minden i.W., J.C.C. Bruns’ Verlag, 1902.
OLwd.-Mappe [48,5 x 35 cm] mit goldgeprägtem Deckeltitel und einer Deckelillustration. Mit dem Original Schuber. (4) Textseiten, [ca. 35 x 25 cm]; mit 11 teils farbigen Licht- und Zinkdruck-Tafeln, unterteilt in Themen wie „Tänzer aus Diefenbachs ‚Kindermusik’“, „Polka“, „Walzer“ und „Kugeltänzerin“. — Erste Folge zu diesem zentralen Thema des Künstlers, der symboltrachtig besonders in diesem Werk seine Reformbestrebungen zur Leibes- und Lebenskultur zum Ausdruck bringt. Die künstlerische Ausführung der Tafeln besticht durch die für Fidus charakteristische Linienführung des Jugendstils, die häufig idealisierte, nackte menschliche Körper in harmonischer Verbindung mit Naturelementen oder kosmischen Symbolen darstellt.
Fidus war ein bedeutender Vertreter der Lebensreform-Bewegung und der völkischen Kunst um 1900. Seine Werke, insbesondere die Darstellungen von Tanz und Bewegung, spiegeln das zeitgenössische Streben nach körperlicher Befreiung und einer neuen Spiritualität wider.
Thieme-Becker XVII 213. Frecot-Geist-Kerbs S. 337; Derra de Moroda 939 (Tanze).




















