(Bambach, Valentin) (1738-1819): „Tractatus de Gratia“ (Rückentitel); angeb.: „Dissertatio de Peccato Originali“. um 1780.

Leder-Einband mit Rückenschild [26 x 21,5 cm]. — 307 tls. pag. Bll., 3 w.Bll.; 64 tls. pag. Bll. Handschrift in brauner Tinte. Textbereich einspaltig durch vertikale Blindlinien abgesetzt, teils mit umfangreichen Marginalien, Ergänzungen und Korrekturen in einer zweiten Spalte.

Unveröffentliches Manuskript. Das erste Werk ist eine Abhandlung über die theologische Gnadenlehre. Systematisch gegliedert, beginnend mit „Caput I. De praecipuis Erroribus circa gratiam. § I. Antiquiores Errores“. Darin werden theologische Gegenpositionen und Häresien wie der Stoizismus, der Pelagianismus („Haeresin Pelagii“) sowie die Lehren von Simon Magus, Basilides, Valentinus, Marcion und Origenes abgehandelt. Der zweite Teil des Bandes beinhaltet eine dogmatische Abhandlung über die Erbsünde („Dissertatio de Peccato Originali“), die sich analytisch mit deren Existenz und der theologischen Auswirkung auf die menschliche Natur befasst. — Die Verfasserzuschreibung erfolgt aufgrund dem Vergleich der Handschrift mit einem anderen bisher unbekannten mehrfach signierten Manuskript von der Hand Valentin Bambachs, welches sich ebenfalls in unserem Besitz befindet (Kommentar zum Liber Extra). Beide Handschriften stammen aus der aufgelösten Klosterbibliothek von Dettelbach, wo Bambach selbst lange Jahre lebte und auch starb. Die Manuskripte verblieben nach seinem Tod dort im Kloster.

Einband leicht berieben, am oberen Kapital mit kleinem Einriss, sonst gut erhalten.

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